22 August 2008

Suppe, Seife, Seelenheil

Bin grad beim Kirchengeschichte - Lernen- 19. Jahrhundert. Sehr spannend das. Zeitweise hat man das Gefühl wir sind direkt in der Emerging Church - Diskussion. Die Sprache ist deutlich ähnlich: Der Kampf gegen die soziale Ungerechtigkeit. Das große Schlagwort bei den Jungs aus der Erweckungsbewegung war das Reich Gottes. Ganzheitlichkeit: Glaube und Liebe gehören zusammen. Und sie haben etwas erreicht. Leute wie Wichern, Bodelschwingh etc. Da wurde wirklich vielen Menschen praktisch geholfen, aber immer in Verbindung damit, dass man sie zu Jesus bringen wollte. Plötzlich wurden Epilektiker versorgt, Alte gepflegt, verelendete Kinder bekamen Heimplätze. Das muss sehr beeindruckend gewesen sein, vor Allem weil dadurch die Kirche in der Bevölkerung hoch geschätzt wurde. Diese "Innere Mission" bewirkte (unter anderen Faktoren), dass die Menschen, wenn auch säkularisiert, eben nicht aus der Kirche austraten, weil sie die Kraft sehen konnten, die in den christlichen Vereinen steckte. Die Unterschiede zu manchen Zweigen der Emerging Church - Konversation sind jedoch auch klar: Man wollte beispielsweise Menschen aus dem "Reich der Sünde" in das "Reich Gottes" holen. Von Inklusivismus hielt man in diesen Kreisen nicht sehr viel. Es gab ein klares In und Out. Brauchen wir das heute auch, um wirklich erfolgreich soziale Veränderungen zu sehen?

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1 Kommentare:

Anonymous Günter Klement hat geschrieben...

Ja ich bin überzeugt davon, dass wir auch heute diese Kombination von klarem IN und OUT die biblisch ist brauchen ganz eng verknüpft mit sozialem Engagement getrieben von Gottes Liebe zu uns Menschen.

Günter

Donnerstag, 18. Dezember 2008 um 14:01:00 MEZ  

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